18 Mai 2022

Nachhaltigkeit der Ersatzteilfertigung mittels 3D-Druck

Ersatzteilverfügbarkeit und Beschaffung sind wichtige Themen im Bereich der Restauration klassischer Fahrzeuge. Auch im Maschinen- und Anlagenbau, sowie in der Prototypenherstellung werden sehr oft Ersatzteile in kleinen Stückzahlen benötigt, die beim Hersteller nicht mehr verfügbar sind. Häufig laufen Ersatzteile aus und werden aus den Sortimenten der Hersteller gestrichen, da der Absatz zu gering ist, um die hohen Herstellungs- und Lagerkosten zu refinanzieren.

Additive Fertigungsverfahren, umgangssprachlich 3D-Druck ist eine sehr gute Alternative, um Ersatzteile mit geringerer Nachfrage dennoch nachhaltig und langfristig anbieten zu können. Was sind die Vorteile der additiven Fertigungsverfahren in der Ersatzteilfertigung?



Ein großer Vorteil ist die nachfrageorientierte Fertigung, auch bekannt als „Pull Production“. Das Pull Prinzip beschreibt eine nachfrageorientierte Fertigung, bei der Ersatzteile auf Nachfrage am Markt hergestellt werden. Gibt es für ein bestimmtes Ersatzteil kein Angebot am Markt, aber dennoch Nachfrage, kann dieses einmalig digitalisiert werden und anschließend in einer Datenbank abgespeichert werden. In diesem digitalen Ersatzteillager wird es gespeichert und kann auf Anfrage ortsunabhängig in kurzer Zeit hergestellt werden.

Dadurch werden hohe Lagerhaltungskosten eingespart und es werden nur so viele Ersatzteile produziert, wie auch tatsächlich benötigt werden. Auch Einzelstück und Kleinserien sind problemlos möglich. Der zweite Aspekt ist die ortsunabhängige Fertigung. Durch den Transfer digitaler Fertigungsdaten ist es möglich eine Bestellung an einem Fertigungsstandort im Zielland oder Zielgebiet herstellen zu lassen. Dadurch ergeben sich kurze Transportwege und eine Reduktion der Umweltbelastung. Dadurch wird die Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette optimiert und Ressourcen können eingespart werden. Dies ermöglicht außerdem eine Zeitersparnis, da die Zeitdauer zwischen der Beauftragung eines Ersatzteils und der Auslieferung erheblich verkürzt werden kann. Lange Transportwege entfallen ebenso, wie eine Überproduktion von Teilen.

Filamente und Rohmaterialien für die additive Fertigung können teilweise wiederverwendet werden. Beispielsweise wird nicht benötigtes Rohmaterial aus der Fertigungsmaschine, meist in Pulverform, abgesaugt und kann für die nächste Produktionscharge wiederverwendet werden.

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