11 Jun 2021

Ersatzteile aus dem 3D-Drucker – welche Faktoren bestimmen den Preis?

Wenn es um die Preisermittlung von 3D gedruckten Ersatzteilen geht, werden viele Begriffe in den Raum geworfen. Bounding Box, Material, Oberfläche – welche dieser Begriffe nun wirklich und allgemeinverbindlich den Preis bestimmen, lest ihr in diesem Artikel. Du suchst direkt nach fertigen Ersatzteilen? – Wir haben auch einen Shop

Kostenfaktor 1 – Bauteilvolumen 

Das Bauteilvolumen beschreibt das Materialvolumen des Bauteils. Diese Größe ist aufgrund der Form von Bauteilen oft sehr schwierig abzuschätzen. Sie ist aber dennoch eine der Kerngrößen und entscheidet über den Preis. Das Bauteilvolumen entscheidet wie viel vom “Rohstoff” (evtl. Rohmaterial) benötigt wird. Mit steigendem Volumen, steigt die Menge des Rohstoffs für den Druck. Ausschlaggebend für den Preis ist natürlich auch die Auswahl des Materials und damit die Wahl des Rohstoffs. Metalle oder Legierungen sind besonders preisintensiv. Allerdings ermöglicht es der 3D-Druck, alte Bauteile originalgetreu wieder herzustellen und die mechanischen Eigenschaften sogar zu übertreffen.  

Mercedes Gleitschiene 3D-Druck
Golfball Volumen 3D-Druck

Die Gleitschiene für einen Mercedes Benz Motor hat das gleiche Volumen wie ein Golfball. Das Volumen eines Bauteils anhand der äußeren Erscheinung zu schätzen, ist sehr schwer. 

Kostenfaktor 2 – Bounding Box 

Die Bounding Box beschreibt den kleinsten Quader, in dem das Bauteil passt. Vereinfacht gesagt, der kleinste Karton in den das Bauteil gepackt werden kann. Hier ist vor allem die Ausrichtung des Bauteils wichtig, das wird am effizientesten über Software bestimmt. Warum ist die Größe nun so wichtig? Durch die Bounding Box werden die Dimensionen eines Bauteils bewusst. Es werden also die maximalen Entfernungen, die beim 3D-Druck zurückgelegt werden, sichtbar. Das wird sich natürlich auf die Druck- und die Maschinenzeit aus. Umso länger der Druck dauert, umso höher wird der Preis – so ist es auch bei konventionellen Fertigungsverfahren wie z.B. CNC – Fräsen 

Die Bounding Box eines Golfballs wird durch einen Würfel dargestellt. Der Würfel beschreibt die maximalen Verfahrwege beim 3D-Druck. 

Kostenfaktor 3 – Oberfläche

Wie stark diese Größe ins Gewicht fällt, entscheidet der Anwendungsfall. Jede Oberfläche eines 3D-gedruckten Bauteils muss nachbehandelt werden. Das Pulver muss entfernt werden und die Oberfläche muss mindestens geglättet werden. Hier gibt es verschiedene Verfahren, z.B. Trowaliseren, Sandstrahlen, Glanzverdichten oder manuelles Nachschleifen. Das hängt auch stark von der Geometrie des Bauteils ab. Wenn man die Teile anschließend noch Lackieren oder anderweitig veredeln möchte, dann kommen diese Kosten noch hinzu.  

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass sich die Preise für Ersatzteile aus dem 3D Drucker nicht ausschließlich aus diesen drei Größen zusammensetzen. Sie bilden allerdings die Grundlage für die Preisberechnung. Mit diesen Größen kann aus einer CAD-Datei der exakte Preis ermittelt werden. Zusätzlich spielt die Bauteilveredelung eine große Rolle. Bauteile aus dem 3D Drucker können sowohl lackiert, als auch eloxiert werden. Der originalgetreuen Nachfertigung steht also nichts im Weg! Ihr wollt wissen den Preis für euer Ersatzteil wissen? Stellt uns eine Anfrage!